Zuerst prüfen, dann das Verfahren wählen
Sichtprüfung, Nutzungsgeschichte und geeignete Prüfungen ergeben das Bild des vorhandenen Bodens. Wir berücksichtigen erkennbare Schäden, Feuchtigkeit, Verunreinigungen und Altbeschichtungen. Nur nach dem Aussehen lässt sich die Eignung eines Untergrunds nicht zuverlässig beurteilen.
Auch die Zieloberfläche zählt: Ein dünner Aufbau stellt andere Anforderungen an die Ebenheit als ein System mit vorgesehenem Ausgleich. Deshalb wird die Vorbereitung auf die anschließende Leistung abgestimmt.
Drei Verfahren, unterschiedliche Aufgaben
Welches Verfahren zum Einsatz kommt, hängt von der Beschaffenheit und vom notwendigen Abtrag ab. Auch Kombinationen können sinnvoll sein: Eine Flächenbearbeitung kann beispielsweise durch die gezielte Bearbeitung von Rändern oder einzelnen Problemstellen ergänzt werden.
| Verfahren | Typische Aufgabe | Wichtige Abstimmung |
|---|---|---|
| Kugelstrahlen | Mechanische Reinigung und Aufrauen geeigneter mineralischer Flächen | Erforderliches Profil, bestehende Schichten und Zugänglichkeit |
| Fräsen | Gezielter Abtrag von Schichten oder stärker beanspruchten Oberflächenbereichen | Abtragstiefe, Untergrund und anschließender Ausgleich |
| Diamantschleifen | Bearbeiten und Egalisieren geeigneter Oberflächen sowie Randbereiche | Werkzeug, Untergrund, Zielstruktur und Staubabsaugung |
Was eine Maschine allein nicht löst
Ein mechanisch bearbeiteter Boden ist nicht automatisch frei von allen Risiken. Tiefer eingedrungene Stoffe, Feuchte von unten oder aktive Risse erfordern eine gesonderte Beurteilung. Solche Ursachen lassen sich nicht durch beliebig starkes Schleifen beseitigen.
Nach der Bearbeitung wird die Fläche gereinigt und ihr Zustand erneut beurteilt. Untergrundreparaturen, Fugen und Übergänge gehören gegebenenfalls als weitere Arbeitsschritte dazu.
Vorbereitung und Beschichtung aus einer Hand
Wenn wir beide Leistungen übernehmen, stimmen wir die Übergabe zwischen Vorbereitung und Schichtaufbau direkt ab. Das ist besonders hilfreich, wenn die zulässige Oberflächenstruktur, die Grundierung und der notwendige Ausgleich zusammen geplant werden müssen.
Soll ein anderes Gewerk anschließend weiterarbeiten, benötigen wir dessen konkrete Anforderungen. So lässt sich festhalten, in welchem Zustand die Fläche übergeben werden soll.
- Bestand und Zielaufbau besprechen
- Verfahren und Arbeitsbereich festlegen
- Mechanisch bearbeiten und reinigen
- Ergebnis kontrollieren und nächste Schicht abstimmen
Zugänglichkeit und Kosten
Für die Kalkulation sind neben der Fläche die vorhandenen Schichten, die notwendige Bearbeitung und die Erreichbarkeit wichtig. Enge Räume, viele Stützen, Randbereiche oder eingeschränkte Transportwege können den Aufwand verändern.
Hilfreich sind Übersichtsaufnahmen, Fotos des Altbelags und Angaben zur vorhandenen Aufbauhöhe. Beschreiben Sie außerdem, wo Geräte eingebracht werden können und welche benachbarten Bereiche während der Arbeiten genutzt bleiben.
Gut zu wissen
Ihre Fragen. Klare Antworten.
Reicht es, den Boden vorher zu kehren?
Für eine Beschichtung reicht eine oberflächliche Reinigung häufig nicht. Haftungsmindernde Schichten und die benötigte Oberflächenstruktur müssen passend zum neuen Aufbau beurteilt werden.
Sind die Arbeiten staubfrei?
Wir planen die Bearbeitung mit geeigneter Absaugung und der erforderlichen Abtrennung. Vollständige Staubfreiheit lässt sich für eine Baustelle nicht pauschal zusagen.
Bieten Sie nur die Vorbereitung an?
Sie können sowohl die Vorbereitung als auch das Paket aus Vorbereitung und Beschichtung anfragen. Bei einer separaten Vorbereitung benötigen wir die Vorgaben für den nachfolgenden Aufbau.
